Beim Stadtfeuerwehrtag kommen die Freiwilligen Feuerwehren aus den Ortsteilen der Stadt Werneuchen zusammen. Zwar geht es auch um Zeiten und Platzierungen – im Mittelpunkt steht aber etwas anderes: der gemeinsame Austausch.
Neun Mannschaften traten in diesem Jahr gegeneinander an. Gefordert war der klassische erste Löschangriff: Die Tragkraftspritze steht bereit, von dort aus muss möglichst schnell eine Wasserversorgung aufgebaut und der Löschangriff vorbereitet werden. Jeder Handgriff sitzt, jede Bewegung muss stimmen – und die Zeit läuft mit.
Doch der eigentliche Wert des Stadtfeuerwehrtages liegt nicht im Wettkampf. Die Kameradinnen und Kameraden erleben, wie andere Feuerwehren arbeiten, tauschen Erfahrungen aus und nehmen neue Ideen für den eigenen Dienst mit nach Hause. Genau dieser Blick über den Tellerrand macht die Veranstaltung Jahr für Jahr so wertvoll.
Für die Freiwillige Feuerwehr Hirschfelde stand das Ergebnis dabei gar nicht im Vordergrund. Als eine der dienstältesten Mannschaften im Teilnehmerfeld hatte sich das Team ein bescheidenes Ziel gesetzt: nicht Letzter werden und möglichst unter einer Minute bleiben. Beides gelang. Mit einer Zeit von 53 Sekunden belegte Hirschfelde am Ende den siebten Platz und war mit der eigenen Leistung zufrieden.
Für einen besonderen Moment sorgten außerdem die Feuerwehrfrauen der Stadt Werneuchen. Kurzentschlossen stellten sie vor Ort eine gemeinsame Frauenmannschaft auf – obwohl sie zuvor nie zusammen geübt hatten. Mit viel Spaß und Teamgeist gingen sie an den Start und zeigten, dass Feuerwehr vor allem vom Miteinander lebt.
Weniger schön ist dagegen ein Thema, das viele Feuerwehren beschäftigt: der Nachwuchs. Auch in Hirschfelde fehlen derzeit genügend junge Mitglieder, um wieder eine eigene Jugendfeuerwehr aufbauen zu können. Dabei sind die Voraussetzungen vorhanden – engagierte Kameradinnen und Kameraden mit entsprechender Ausbildung stehen bereit.
Früher war der Stadtfeuerwehrtag ein Ereignis, zu dem viele Menschen aus den Ortsteilen kamen, um ihre Feuerwehr anzufeuern. Heute ist das öffentliche Interesse deutlich geringer geworden. Umso wichtiger ist es, sichtbar zu machen, was die Freiwilligen Feuerwehren leisten – und Menschen dafür zu begeistern, selbst Teil dieser Gemeinschaft zu werden.
Denn am Ende lebt Feuerwehr nicht von Fahrzeugen oder Technik, sondern von den Menschen, die ihre Zeit investieren, Verantwortung übernehmen und füreinander da sind.

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